„Kanzler-Rochade“ in Berlin

vun Behrend Böckmann


As Frank-Walter Steinmeyer wägen dat taukünftig Amt as Bundspräsident as Nåfolger von Preister Gauck sien Amt as Minister för Butenangelägenheiten upgäben mösst, wür Sigmar Gabriel, tau dei Tiet Wirtschaftsminister, dei niege Minister för Butenangelägenheiten un sienen Posten as Wirtschaftsminister kreech dei Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries. Un inne Medien schnackte man von 'n „Rochad in't Schlott Bellevu“, as drei SPD-Poletikers dei Posten taun Tiet wesseln, as Bäukerkopmann un SPD-Maat Martin Schulz, dei den Posten as Präsident von't Europä'sch Parlement afgäben mösst, grotmulig Bundskanzler warden wull un dei SPD denn ierstmalig in ehr Geschicht bi 20,5 Purzent lannt.

Ik vertell dat blot, wieldat in Momang all wedder Bäukerkopmann Carsten Linnemann (CDU)  in por Dåch den Posten as CDU-Generalsekretär afgifft un Gesundheitsminister ward. Un nich blot hei allein wesselt den Posten, denn Vadder Spahn, dei ganz stolt up den lütten Schorsch is, hett as glücklicher Vadder den Posten as CDU-Frakschonsbaas afgäben, dor 'n Leihmudder in Amerika nich in't Bild vonne CDU passen deit. Un dor noch mihr ut't Kabinett den Posten wesseln möten, näumen dei Medien dat „Kanzler-Rochade“.

Doch nu wat tau dat Wurt „Rochad“, dat vonne Schachspäler kümmt, denn „Rochad“ is 'n Wuurt för einen besonneren Schachtoch, bi weckern twei Figuren up einmål 'n niegen Platz finnen. Dat Wuurt sülben kümmt ut'e persisch Språk, dei so un so in allerlei Mundoorten von'n Iran bet in'n Kaukasus, Middelasien, Afghanistan un sogor von Minnerheiten inne Mongolei un China snackt ward. Af dat 6. Johrhunnert wür all in Persien Schach spält — un so wunnert dat nich, dat „Ruch“ un låters „Roch“ as 'n persischet Wuurt för 'n besonnern Kampfwågen ok för 'n Schachtoch Verwennung fünn. Schachspäler in anner Länner hemm' dit Wuurt œwernåhmen un em noch anner niege Bedüdungen gäben. Von 'n „Rochad“ ward gliekermaßen ok bi 'n bestimmten Spälerwessel up 'n Fautballplatz un bi 'n Ämterwessel inne Poletik snackt.

Un so süht nu dei „Kanzler-Rochad“ ut: CDU-Frakschonsbaas gifft sienen Posten up, kümmt den Kanzler tauvör un lött sik so nich vör dei Dör setten. Nieger Frakschonsbass ward sien Chef von't Kanzleramt Torsten Frei, sienen Posten sall Gesundheitsministersch Nina Warken œwernähmen, un as all vertellt, Linnemann ward Gesundheitsminister. Franziska Hoppermann ut Hamborg, tau Tiet noch CSU-Schatzmeistersche, süll taun Generalsekretärin upstiegen, un dat Mäkelnborger  Wunnerkind Philipp Amthor fallt dei Trepp por Stopen nå båben.

Amthor wasst ümsorcht von Mudder un Grotöllern as Muddersœhn åhn Vadder up. All as Schäuler föllt hei mit sien klaukes Mundwark up, studiert, ward Afkåt un gliek dornå dei jüngste CDU-Maat in'n Bundsdach. Bet taun Staatssekretär in't Digitalministerium harr hei sik all hochstrampelt, doch dei „Merz-Rochad“ is noch mihr as Stäuhlerücken. Amthor is von nu an „Staatsminister“ för'n Bund-Länner-Verbinnungen, un sien Gehalt kladdert up 24.000 € in'n Månd. Villicht dörp hei sik bald as Bisetter von'n Kanzler dat Land von båben bekieken.

Merz wull ok den Verkeihrsminister vör dei Dör setten, doch dat hett noch nich klappt. Dei vörseihn Kandidat sprüng af — in all Apentlichkeit, Merz harr åpensichtlich tauvör nix richtig afspråken un harr sien Parteimaaten kein bäten in'n Griff. As'n begåten Pudel stünn hei åhn Verkehrsminister dor. Ut dissen un anner Grünn hollen Maaten ut dei eigen Partei  Fiete Merz för einen, dei as  'n „Feudalkönig“ regiert, man åhn ein glücklich Hand — un so weit man nich, ob dat nich bald wedder taun niege „Rochad“ kümmt. Bi dei Rochad in't Schachspäl is ja ok dei König sülwst bedråpen...


Biller: Jasmin Apcin

27.7.2026


na baven