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vun Behrend Böckmann

Sik mal in't Lokal begäben
un as Minsch mål ornlich läben,
dat hemm'dei Krögers sik vörnåhmen,
doch denn is dat anners kåmen.
Tau föfft 'n Wiener Schnitzel äten,
dat wier för Krögers tau vergäten.
Twei Jungs, dei Öllern un 'n Diern,
dei wullen't Schnitzel doch so giern,
doch as sei seihn den stolten Pries,
wier dat ut mit disse Spies:
35 för por Happen
sall man pro Person berappen
un dat allein för't Hauptgericht,
wat nich blot an dat Kalffleisch licht:
tweihunnert Gramm von'n "Oberschål"
möt man kloppen allemål;
man kloppt dat Fleisch, so gaut man kann,
mit 'n flache Iesenpann,
un is't fief Millimeter dick,
hett't Schnitzel nu den rechten Schick.
Noch Solt un Päper un paniert,
ward dat in frischet Öl frittiert.
Mit Salatbläder garniert
un mit Brådtüffen serviert,
is sik dei Gast denn würklich wiss,
dat dat 'n Wiener Schnitzel is.

Nu fang'n dei Kügers an tau räken,
daun sik dull den Kopp terbräben,
woans so'n Pries ward kalkuliert,
dei uns Krögers hett verfihrt:
Tau dat lecker frisch Gericht,
dat up'n warmen Töller licht,
kümmt hentau noch allemål
Kosten för dat Personal,
dei Afschriebung för Pött un Pannen,
un dat, wat in'n Müll deit lannen,
dei Afschriebung för Stäuhl un Disch
un för Blaumen, ümmer frisch,
för Dischdäuker, dei inne Wäsch,
un Bedeinkledåschen fesch.
As böser Kostenfaktor gellt
dat Strom-, Gas- un dat Wådergeld
un mancheruurts is sei ok düer:
dei Heuer, Grund- un Gewerbestüer.
Un bi all dees Räknerie
is dei Gewinn noch nich dorbi.
Doch wecker den Gewinn nich kennt,
is säkerlich bald insolvent

Krögers kieken dei Spieskort an,
mit wecker man dei Gäst lockt ran;
sei wull'n ja Wiener Schnitzel äten,
doch dat hemm's nu fix vergäten.
Dat grot Beläwnis föllt nu ut.
Doch kåmen s' nich ut't Wunnern rut,
denn ihrer, as dat Schnitzel lacht,
harrn's an ein gaude Vörsupp dacht.
'n Krabbensupp, Büsumer Ort
gifft dat för nägen nå dei Kort,
föffteihn Euros kost't dei Spaß
för dei Supp in'n lütte Tass.

Un ok dei Getränkekort
is von dei allerfienste Ort:
för'n lütt Buddel echt Perjäh (Perrier),
o mien Gott, herrjäminäh,
möt man vier Euro utgäben,
dörf as Gott in Frankriek läben
un is dorbi sik gor nich wiss,
ob Perjäh von't Beste is.

Un Krögers Diern, sei flaustert lies:
Wat schön wier doch son'n Schwedenies,
denn't Vanilljeies, dat schmeckt so gaut
mit schlagen Rahm as witten Haut,
mit Appelmus un Kltenkm
un Schokokrümel, wunnerschön!
Doch nägen dorför hentauleggen
wat sall man blot dortau noch seggen!
Dei öllst Shn tellt dei Pries tausåmen,
deit up dreiunsössdig kåmen,
wat hei denn mit fief mal nimmt
un up dreihunnertföfteihn kümmt.

'N ganze Wäk künn'n dorvon läben,
ward sik nich in't Lokal begäben,
geiht hen, wo man sik't leisten kann,
taun Happenstand, gliek näbenan.
Is nich ümsünst twaars, man so'n Döner
is för dei Knieptasch einfach schöner!

So seggen dei Statistikminschen:
"Wir wöörn uns ok wat Bäters wünschen,
man gägenöver't letzte Johr
betahln wi leider, dat is wohr,
twei Komma söben Perzent mehr!"
Wo kåmen disse Tallen her?!

Förwiss nich vun dei Restorangs.
Vun'n Supermarkt? Is ok kein Schangs,
wiel dei ehr Pries-Tauwass ganz slicht
wied över teihn Perzenten licht.

De ringe Rate kümmt ok nie
vun Priesen för dei Energie
tweekommasöben wier väl schöner,
man leider lachen dor de Höhner!

Vun wat denn, frååg ik di nu, stammt
de ringe Tall vun't Bundesamt?
Ik heff ja dacht, dei Rate wier
dei Tauwass bi dei Wåhnungshüür
man Mieter seggn, dat is nich so,
sei schriegen Zetermordio!
Dei Mieten stiegen as verdull!
Tweikommasöben is denn wull
dei Tauwass in uns Renten, Löhn?
Nee, dor gifft't ok miehr is doch schöön!
Wat denn mååkt dei tweikommasöben?
Kann ein mi dorup Antwurt gäben?

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