Komm un süh de Welt

vun Berthold Cordes


 

"Wunnerbor is de Welt", hest du jümmer seggt.
"Wat behagt di denn nich, wat is denn so slecht?
Sühst du nich överall Blomen stahn,
un sühst du nich dääglich de Sünn opgahn?
Wat behaagt di nich an disse Welt?"

Refrain:
Komm un süh de Welt, as se würklich is,
dormit du versteihst,
dat du licht de Biesternis vergittst,
wenn du in't Licht blots steihst,
wenn du in't Licht blots steihst.

Du sühst Kinner, wenn se speelt,
verdreeglich dor in'n Sand,
nich de Kinner in de Welt,
alleen ohn Öllern-Hand,
alleen ohn Öllern-Hand.

Komm un süh de Welt, as se würklich is,
dormit du versteihst,
dat du licht de Biesternis vergittst,
wenn du in't Licht blots steihst,
wenn du in't Licht blots steihst.

Du sühst Feller vull mit Früchten,
Koorn un Obst un noch veel mehr.
Doch de Minschen, de verhungert
de sühst du nich mehr,
de sühst du nümmer mehr...

Komm un süh de Welt, as se würklich is,
dormit du versteihst,
dat du licht de Biesternis vergittst,
wenn du in't Licht blots steihst,
wenn du in't Licht blots steihst.

In'e Zeitung leest du veles,
wat di glücklich maakt.
Doch de Biller ut de Kriegen,
sünd nich diene Saak,
de sünd nich diene Saak.

Komm un süh de Welt, as se würklich is,
dormit du versteihst,
dat du licht de Biesternis vergittst,
wenn du in't Licht blots steihst,
wenn du in't Licht blots steihst.


Bild 2: Susanne Zingel
27.2.2026


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