Olle Böm vertellen lies:
Dei Wildappel bi Stubbendörp

vun Behrend Böckmann


Bi Stubbendörp an'n Ackerrand
Wasst ein Bom, dei sihr bekannt:
In't Paradies von'n Appelbom
Hålt Eva sik 'nen säuten Drom.

Un as sei eet, dor wüsst sei all:
Dat wier denn wull dei Sünnenfall!
'N Schlang' harr ehr den Äppel gäben —
Un ut wier't mit dat ewig Läben.

Dendrologen lött nich kolt,
Wieväl Johr dei Bom is olt.
Un dei einen daun vörräken,
Dat Wallenstein em all bekäken.

Un Anner seggen: "Ih, bewohr,
Hei hett noch nich so väle Johr,
Doch säkerlich hett hei all ståhn
as dei Schlacht wier von Sedån."


Dei ole Appelbom tau Stubbendörp

Männigein hett ünner lägen
Un Lust up'n Appel krägen.
Ok dei Schnitterslüd von't Gaud
Geef hei ümmer niegen Maud.

Wecker ünnern Bom mål seeten
Un hett 'nen willen Appel äten,
Weit nu, woans dat Eva güng,
As vör ehr Schnut dei Appel hüng.

Ward hei noch mål Bläder drieben
Orrer warden's stäken blieben?
Dat Öller bringt em dull in Not,
Dei Appelbom, hei is bald dod.

Wenn hei denn nich mihr läben will,
Un üm em rum ward dat so still,
Vertellt hei ümmer noch ganz lies
Up sien eigen Oort un Wies.


20.4.2026

 


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